Psychische Gefährdungsbeurteilungen - Gefährdungsbeurteilungen psychischer Belastungen

Die psychische Gefährdungsbeurteilung steht bei vielen oft als leidiges Thema da, welches gefühlt nur Ressourcen und Zeit in Anspruch nimmt. Auf der anderen Seite wird überlegt, wie dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann oder wie z.B. ältere Mitarbeiter*innen im Unternehmen gehalten werden können. 

 

Psychische Gefährdungsbeurteilungen - vorhandenes Potential für Ihr eigenes BGM im Unternehmen

 

Für uns hat sich gezeigt, dass die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen als effektives Tool genutzt werden kann, um Ressourcen zu schonen und Themen wie Mitarbeiterbindung anzugehen. Wir bauen hierbei auf Bestehenden auf und nutzen bereits vorhandene Daten aus der GB psych. Sollte es im Unternehmen noch keine psychische Gefährdungsbeurteilung geben, können wir diesen Prozess gerne mit begleiten. Wir haben den Prozess der GB psych so optimiert, dass er ressourcenschonend und sogleich effektiv in der Findung von gezielten Maßnahmen ist. 

 

 

Was ist der Vorteil einer extern begleiteten psychischen Gefährdungsbeurteilung?

„Je nachdem wie viel (wirtschafts-)psychologische Kompetenz bei den Prozessgestalterinnen und -gestaltern im Unternehmen vorhanden ist, kann das Hinzuziehen externer Fachexpertinnen bzw. -experten empfohlen werden. Unternehmen dürfen die GB psych selbst durchführen, sollten sich aber fragen, ob sie dies inhaltlich auch leisten können. In jedem Fall muss die GB psych „fachkundig“ durchgeführt werden (§3 Abs. 2 ArbStättV).

Externe Begleiter können zudem allen Beteiligten einen vertraulichen Umgang mit den erhobenen Daten zusichern und mögliche Maßnahmen zur psychischen Gesundheitsprävention in einen wirksamen Zusammenhang bringen. Andernfalls steigt das Risiko, dass sich die Befragten mit wahrheitsgemäßen Angaben eher zurückhalten und somit das Ergebnis der Beurteilung verzerren bzw. das Potential möglicher Arbeitsschutzmaßnahmen nicht effektiv ausgeschöpft wird…..“ (Quelle: Mario A. Pfannstiel, Harald Mehlich HrsG., BGM- Ein Erfolgsfaktor für Unternehmen, SpringerGabler Verlag )

 

Der Prävention psychischen Erkrankungen am Arbeitsplatz kommt immer mehr Bedeutung zu, um kostenintensive Folgen für Organisationen bzw. Unternehmen zu senken bzw. zu verhindern.

 

Besonders stehen hier im Vordergrund Kosten durch Fehlzeiten, Ausfallkosten oder Kosten durch eine hohe Fluktuationsrate. Solche Steigerungen zeigen die Dringlichkeit einer psychischen Gefährdungsbeurteilung. Zur Durchführung fehlt es jedoch oft an erforderlichen Fachwissen, zeitlichen und personellen Kapazitäten, um wirkliche Effekte für das Unternehmen zu erreichen.

 

Wir als externe Fachberater können flexibler und neutraler Ausgangssituationen wahrnehmen und individuelle Lösungsstrategien für Sie entwicklen.

 

Gerne beraten und unterstützen wir Sie in jeder Phase der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung.

 

In unserer Arbeit stellen wir immer wieder fest, dass jede Organisation bzw. jedes Unternehmen unterschiedliche Vorstellungen und Kenntnisse zur Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen hat. 

Wir möchten nachfolgend das nötige Wissen vermitteln, um die Potentiale einer GB psych aufzuzeigen. 

Untersuchungsgegenstand der GB psych

Es geht bei einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen nicht um die Psyche der Angestellten im Einzelnen. Vielmehr werden Tätigkeitsprofile und Arbeitsplatzanalysen im Allgemeinen erstellt, aus denen Schlussfolgerungen für Tätigkeitsbereiche formuliert werden. 

 

Durch abgestimmte Verfahren und validierte Messungen werden innerhalb der Organisation Wirkungszusammenhänge sichtbar gemacht und zielführende Maßnahmen durch umfassendes Fachwissen entwickelt und umgesetzt.

Gesetzliche Grundlagen

Seit 2013 sind alle Arbeitgeber*innen gemäß § 5 Abs. 3 Arbeitsschutzgesetz verpflichtet eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen für ihre Arbeitnehmer*innen durchzuführen, unabhängig von der Unternehmensgröße, also auch sogenannte KMUs (kleine und mittlere Unternehmen).

 

Die Erweiterung des Gesetzes entstand vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Arbeitswelt. Die Tätigkeiten der Arbeitnehmer*innen verschieben sich immer mehr von körperlicher Arbeit hin zu rein geistiger Tätigkeit am Arbeitsplatz. Unternehmen und Verwaltungen werden damit vor andere Aufgaben als noch vor 10 Jahren gestellt.

 

Festzuhalten ist, dass aufgrund der sich wandelnden Arbeitswelt ein deutlicher Anstieg von psychischen Erkrankungen zu verzeichnen ist. Laut der AU-Daten des DAK Gesundheitsreports 2017 sind die psychischen Erkrankungen weiter gestiegen, sodass bei einer Auflistung der zehn wichtigsten Krankheitsarten sie den zweiten Platz belegen. 

 

An dieser Stelle sind Organisationen und Unternehmen gefragt dem entgegenzuwirken bzw. laut Gesetz sind sie auch dazu verpflichtet. 

Eine allgemeine Auflistung, warum Sie eine Gefährdungsbeurteilung durchführen sollten, finden Sie z. B. bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin.

GB psych - mehr als nur eine gesetzliche Pflicht

Eine qualitativ gut durchgeführte GB psych zeigt, wo Ihr Unternehmen steht und welche Bedarfe Sie haben.

 

Wir nutzen die GB psych u.a. als Tool für die Analyse zur Implementierung des BGMs in Unternehmen. Gezielt können wir Schwerpunkte festlegen, ob und wie in Ihrem Unternehmen z. B. die Themen Mitarbeiterbindung, Mitarbeiterzufriedenheit, gesunde Führung, Unternehmenskultur und die psychischen Gesundheit im Unternehmen umgesetzt oder entwickelt werden können.

 

Das sich diese Investition lohnt, hat eine Untersuchung der Initiative Gesundheit und Arbeit gezeigt. Jeder investierte Euro in betriebliche Gesundheitsförderung und somit auch in den Bereich psychische Gesundheit im Unternehmen spart im Schnitt über das gesamte Unternehmen 2,70 €

(Quelle: iga-Report 28 (2015): Wirksamkeit und Nutzen betrieblicher Prävention. Zusammenstellung der wissenschaftlichen Evidenzen von 2006 bis 2012.)

Ablauf der GB psych

Eine professionell erstellte Gefährdungsbeurteilung folgt einem systematischen Vorgehen (siehe Grafik). 

Im ersten Schritt werden die Ziele der Gefährdungsbeurteilung geklärt und welche Tätigkeitsbereiche im Unternehmen betrachtet werden sollen. Die darauffolgende Phase umfasst die konkrete Analyse der psychischen Belastungen. Hierbei kommen nach Ausgangslage verschiedene Messverfahren zum Einsatz. Die Auswahl des passenden Messverfahrens ist entscheidend. Zu den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Messverfahren haben wir einen Artikel verfasst, den Sie hier gratis herunterladen können.

 

Download
Unser Artikel zu den Messverfahren für die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen
Vor- und Nachteile der verschiedenen Messverfahren für die psychische Gefährdungsbeurteilung aufgezeigt.
Artikel_Analysephase.pdf
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Nach Abschluss der Analyse werden die Ergebnisse mit den Projektbeteiligten ausgewertet. Anhand der Ergebnisse erfolgt die Maßnahmenentwicklung. In Absprache mit den Projektbeteiligten werden diese durchgeführt. Daraufhin erfolgt die Umsetzungsphase.

 

Nach einem gewissen zeitlichen Abstand werden die Maßnahmen evaluiert, um die Wirksamkeit zu überprüfen. Gleichzeitig wird festgestellt, ob die Ziele aus dem ersten Schritt erreicht wurden. Für den gesamten Prozess ist es verpflichtend eine fachgerechte Dokumentation zu erstellen, die im Falle einer Überprüfung als Nachweis dient. Nach 2 bis 3 Jahren ist eine Aktualisierung der GB psych ebenfalls verpflichtend.

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